Kleinkram am Illmensee

Dass der Illmensee eine Zicke sein kann, hatte ich schon von meinem Freund Dieter gehört, der jahrelang dort gefischt hat. Mir erging es kürzlich ganz ähnlich, und am Ende brachte nur ein radikaler Taktikwechsel den Fisch.

Seerosenfelder und Schilfkanten sehen super aus, aber waren enttäuschend!
Seerosenfelder und Schilfkanten sehen super aus, aber waren enttäuschend!

Ich mietete mir bei Frau Hecht (heisst wirklich so!) ein Boot und kaufte mir eine Angelkarte, und startete an einem schönen Sonntag morgen zunächst mit bewährtem Schleppgerät auf den See… also dicke Castaics, die an anderen Seen immer für einen Hechtbiss gut sind. Der Illmensee ist herrlich gelegen, einer der größten natürlichen Seen Baden-Württembergs, und das allein ist eigentlich bereits ein Garant für kapitale Raubfische. Aber die sind schlau, und einigen Angeldruck gewöhnt. Nach 15km rudern gab ich auf und wechselte auf die Spinnrute, mit der ich das Ufer abfischte. Und ENDLICH gab es immerhin ein paar Nachläufer von Barschen.

Die Barsche ließen sich aber ebenfalls nicht zum Anbiss locken, und so machte ich einen RADIKALEN Taktikwechsel:

Herrliche Rotfeder mit gut 20cm.
Herrliche Rotfeder mit gut 20cm.

Mit der Fliegenrute und einer kleinen Hasenohrnymphe wollte ich einen letzten Versuch wagen…. und ZACK! erster Wurf, erster Fisch. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ich fing zahlreiche Barsche aber auch wunderschöne Rotfedern. Letztere waren sogar relativ groß, bis ca. 20cm Länge! Die Barsche blieben leider weit darunter, aber es machte einen Riesenspaß am Fliegengerät.

Also: Wieder was gelernt, manchmal ist die Fliegenrute haushoch überlegen, und garantiert IMMER hat man mit der Fliegenrute mehr Spaß, selbst beim Abschneidern!

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