Die Hoffnung stirbt zuletzt – Forellen bei Hochwasser

Nachts wache ich mehrfach auf und horche… es regnet immernoch! Seit gestern morgen! Mein Bruder ist extra angereist, um ein ganzes Wochenende mit mir den Forellen nachzustellen, alles sah gut aus, doch der Regen lässt das Wasser immer weiter steigen. „Vielleicht haben wir Glück und es bleibt wenigstens halbwegs klar…“ die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich drehe mich um und schlafe weiter.

P1010739Am Morgen: KABA! Nein, nicht zum Frühstück, sondern im Bach! Frustriert starren wir ins Müsli. Das Wetter ist so schlecht eigentlich nicht, immer wieder blinzelt die Sonne durch, der Regen hält eine Verschnaufpause, aber ob man unter diesen Bedingungen den Hauch einer Chance hat? Wir gehen trotzdem, stellen uns auf einen Angeltag ein, dessen Tristesse nur gelegentlich von Hängern unterbrochen wird…

Aber es kommt alles anders. Nach etwa zwanzig Minuten, ein rabiater Biss auf meinen Wobbler! Mitten im Freiwasser, knapp unter der Oberfläche! Gibts das? Ein furioser Drill bei heftigem Strömungsdruck, und nach wenigen Minuten keschere ich eine richtig fette 49er! Wahnsinn! Die Forelle hat zwei Forellen im Magen, von denen die eine knapp 16cm misst. Hungriges Biest! Eine Ausnahme? Das Geschenk der Götter für unsere Beharrlichkeit?

P1010757Kurz darauf, gleiches Spiel, wieder ein Kracher, diesmal 47cm! Wir können es selbst nicht glauben! So geht es den Tag über weiter… Schlag auf Schlag, und nicht eine einzige kleine! Wir fangen etliche Kiloforellen, es ist wie im Rausch! Die größte hat 51cm, ein Prachtfisch! Wer hätte gedacht, dass es hier so viele kapitale Forellen gibt? Wo sind diese Fische das restliche Jahr? Wo waren sie letzte Woche?

Am Abend ist alles anders als wir es morgens erwartet hatten, die Endorphine wirbeln noch durch unsere Adern, wir prosten und mit dickem Grinsen und einer Flasche Rotwein zu… wir schütteln immer wieder den Kopf beim Gedanken, dass wir beinahe daheim geblieben wären…

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