63cm Bachforelle

 

Heute wollte ich noch das schöne Wetter nutzen um im Wald Holz zu machen. Da das Wasser dort nicht weit weg ist, packte ich die Angel ein und wollte mich nach dem Sägen noch ein wenig beim Angeln entspannen.
Nachdem ich also zwei Stunden geschwitzt hatte, ging ich in Motorsägen-Montur ans Wasser und konnte auch bald eine schöne 46er überlisten, die mich besonders freute, weil sie auf meinen selbst entworfenen Streamer biss! OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Eine gute Stunde später riss ich leider meine Montage ab, und musste neu montieren. Dreimal musste ich wieder von vorne anfangen, weil der Knoten zwischen Mono und Nanofil nicht hielt, aber dann wars geschafft. Ich knotete den Köder an, und machte in einer Kehre einen Wurf stromab, und schon beim Aufschlagen aufs Wasser spürte ich einen heftigen Biss.

Nach der ganzen Montiererei war ich noch gar nicht auf einen Biss gefasst gewesen, aber der Fisch hing und der Drill begann… und zog sich hin… und mir dämmerte immer mehr, dass da nix Kleines an der Leine war… ich erkämpfte mir Zentimeter für Zentimeter, die dann jedesmal wieder von einer weiteren Flucht zunichte gemacht wurden… ich hoffte inständig, dass die Knotenverbindung meines Vorfachs halten würde und dass der Haken nicht ausschlitzte.

Inzwischen hatte ich begriffen, dass es eine WIRKLICH KAPITALE Forelle war und mein Puls war deutlich bschleunigt. Sobald ich die Forelle etwas herangezogen hatte, stellte sie sich quer in die Strömung und ließ sich wieder vom Strömungsdruck abdriften. Sie versuchte auch mehrfach an mir vorbei stromauf zu flüchten, ins Unterholz, aber ich konnte sie davon abhalten. Permanent schraubte ich an der Bremse und je näher mir die Forelle kam, desto weiter machte ich sie auf. Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber es müsste eine knappe halbe Stunde gedauert haben bis die Forelle endlich im Kescher lag. Da lobte ich mir wieder mal das große Netz und konnte es kaum glauben was mein Maßband mir sagte: 63cm!!! Mein persönlicher Rekord! Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass nach der 60er vor zwei Wochen noch eine Steigerung möglich ist, und das sogar in so kurzer Zeit.

Die Fotos sind am Wasser gemacht, ich hatte nen kleinen Knipser dabei, aber natürlich niemanden der mich in meinem schicken Holzmacher-Outfit fotografieren konnte.
Die Forelle hatte lachsrotes Fleisch und liegt nun mit Camargue-Salz und Dill im Kühlschrank, wo sie nach der „Gravad“-Methode gebeizt wird. Das wird ein Festmahl!

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